Diese Rohkost-Brötchen auf der Basis von Buchweizen und Leinsamen sind in der Rohkost-Ernährung eine wirkliche Bereicherung des Speiseplans.

Nicht nur, dass sie im Winter viele Kalorien und damit dem Körper in der Kälte den notwendigen Brennstoff und viel Wärme liefern, sie haben auch viele sehr wertvolle Inhaltsstoffe. 

Auch Menschen mit Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten werden diese Rohkost-Brötchen schätzen. Sie sind glutenfrei, roh-vegan und daher auch laktosefrei. 

Es gibt Hunderte von Arten, Rohkost-Brötchen und Rohkost-Brote herzustellen. Dieses Rezept gehört zu denen, die ich besonders mag. 

Aber Vieles auf der Zutaten-Liste in diesem Rezept ist optional. Das lässt Raum fürs Experimentieren, für deine Vorlieben und deine Fantasie.

Zwingend notwendig in diesem Rezept sind nur Buchweizen, Leinsamen und Wasser! Alle anderen Zutaten kannst du auch weglassen oder durch andere ersetzen.

Na ja … vielleicht nicht ganz alle 🙂

Denn das Gemüse trägt schon sehr zum guten Geschmack bei. Im Winter nehme ich gerne Zwiebel und Sellerie, im Sommer Zwiebeln, Tomaten und Zucchini. Viele nehmen auch Karotten. Auch feingehackte, getrocknete Tomaten schmecken gut! 

Aber möglicherweise geht es dir wie mir am Anfang. Es kann ein Weilchen dauern, bis man für sich selbst das richtige Rezept gefunden hat – und vor allem, bis man eine einfache Methode gefunden hat, nach der die Brotherstellung leicht und unbeschwert von der Hand geht.

Da hilft nur eines: Ausprobieren – ändern – nochmal ausprobieren. 

Ich erinnere mich: Am Anfang machte ich Kräcker, in der Küchemaschine. Das klappte ausgezeichnet.

Dann bekam ich einen Hochleistungsmixer und wollte darin Brotteig herstellen – nach Rezepten aus dem Internet … aber nichts funktionierte, und es war jedes Mal total kompliziert und ein Riesen-Aufwasch.

Geschmeckt hat´s aber immer 🙂

Und inzwischen geht´s auch unkompliziert. So zum Beispiel: 

Rohkost-Rezept für Rohkost-Brötchen - zur Inspiration

Rohkost-Brötchen schmecken total lecker! Ein bisschen Experimentieren lohnt sich! Lasse dich von diesem Rezept inspirieren 🙂

Zutaten

500 g Buchweizen (gekeimt und getrocknet) 
150 g Leinsamen oder Goldleinsamen
3 EL Sonnenblumenkerne oder Kürbiskerne – oder beides gemischt (optional) 
200 g Gemüse (im Winter z.B. etwa 120 g Zwiebel und 80 g Sellerie) 
1 Dattel (feingehackt) 
2-3 EL Zitronensaft
¼ l Wasser
Gewürze bzw. Würzkräuter nach Geschmack (z.B. Kurkuma, Pfeffer, Paprikapulver, Thymian, Rosmarin, feingehackte Paprika, feingehackter Lauch, feingehackter Palmkohl) 

Vorbereitung

Buchweizen ungefähr 1-2 Tage ankeimen. Die Keimdauer hängt dabei von der Temperatur und der Feuchtigkeit ab.

Dann den Buchweizen in einer ganz dünnen Schicht auf einem Backblech oder einer Dörrfolie ausbreiten und trocknen. Das kannst du im Dörrautomat, im höchsten 50 ° warmen Backofen bei leicht geöffneter Tür oder über einer warmen Heizung tun.

Der Buchweizen braucht dabei nicht vollständig durchgetrocknet sein, er muss nur trocken genug sein, damit du ihn im Hochleistungsmixer zu einer Art grobem Mehl vermahlen kannst.

Mir schmeckt es definitiv besser, wenn der Buchweizen nicht zu ganz feinem Mehl gemahlen wurde. Aber ob grob oder fein gemahlen – auch da wirst du deine eigenen Vorlieben haben … 

Aber wenn der Buchweizen nicht vollständig durchgetrocknet ist, solltest du ihn erst direkt vor der Herstellung des Brotteigs mahlen, denn nicht ganz trockenes Mehl verdirbt sehr schnell. 

Zubereitung 

Buchweizen zu grobem Mehl vermahlen. 

Leinsamen (optional: zusammen mit Sonnenblumen- bzw. Kürbiskernen) zu grobem Mehl vermahlen. 

Beides in eine große Schüssel geben und mit einem Löffel vermischen. 

Gemüse kleinschneiden und Dattel feinhacken. Beides zusammen mit dem Zitronensaft, den Gewürzen und/oder Kräutern deiner Wahl und dem Wasser fein pürieren.

Diese wässrige Angelegenheit über die Mehlmischung geben und mit einem großen Löffel, einer Gabel oder den Händen zu einem homogenen Teig verarbeiten. 

Bei Bedarf mehr Wasser hinzugeben – aber gib nicht zu viel Wasser auf einmal hinzu, damit du nicht plötzlich einen zu flüssigen Teig bekommst. 

Jetzt wäre dann der Zeitpunkt gekommen, wo ich die Küche erstmal aufräume und abspüle, denn der Leinsamen quillt nach, so dass der Teig durch Ruhenlassen noch fester und elastischer wird. 

Tipp zum Formen und Einritzen

Dann den Teig zu kleinen Brötchen formen und auf ein mit ganz leicht eingeöltem Backpapier ausgelegtes Backblech, auf einen Dörreinsatz oder Ähnliches geben.

Wenn du magst, kannst du die Brötchen oben einritzen. Da wir nicht mit Hefe arbeiten, geht der Teig nicht auf. Die Ritzen werden also im fertigen Brötchen genau so aussehen, wie du sie gemacht hast. 

Wenn du die Brötchen später durchschneiden möchtest, solltest du die Ritzen nicht zu tief machen. Sonst zerfällt dir später, beim Durchschneiden, das Oberteil leicht in mehrere Stücke. 

Generell solltest du Brötchen, die oben eingeritzt sind, eher “weiter unten” durchschneiden, um die Stabilität der oberen Hälfte nicht zu gefährden. 

Trocknen

Je größer und dicker die Brötchen sind, je länger dauert das Trocknen.

Ich selbst trockne die Brötchen normalerweise nicht ganz durch, denn mir schmeckt das Feuchte im Inneren sehr gut.

Wenn du die Brötchen ganz trocken haben willst, empfiehlt es sich, die Brötchen nach ein paar Stunden Trockenzeit durchzuschneiden. Dann kommt auch “ins Innere” Luft dran und du kannst die Brötchen fertigtrocknen.

Auch das Backpapier (falls du welches benutzt) kannst du nach ein paar Stunden entfernen, so dass auch von unten Luft an die Brötchen kommt.

Rohkost-Brot statt Rohkost-Brötchen

Mit demselben Teig kannst du auch walzenförmige Brote formen, sie 1-2 Stunden antrocknen und dann die Brote in 1½ – 2 cm dicke Scheiben schneiden und fertigtrocknen. 

Roh-vegane, glutenfreie, laktosefreie Rohkost-Brötchen mit Buchweizen und Leinsamen

Leckere Rohkost-Brötchen – nicht nur vegan, glutenfrei und laktosefrei – sondern für viele Rohkost-Liebhaber im Winter wichtiger Kalorien- und damit Wärme-Lieferant. Aber Buchweizen & Leinsamen können noch so viel mehr …

Ach ja, das Keimen von Buchweizen geht übrigens ganz einfach. Denächst erzähle ich, wie ich es mache …