In meiner Rohkost-Ernährung versuche ich auszunutzen, dass die Natur uns hier im Frühling so überreich mit Wildkräutern versorgt.

Überall sprießt und grünt es, dass es eine wahre Freude ist 🙂 

Auch in diesen Rohkost-Kräckern sind Wildkräuter drin.

Grobe Kräcker – feine Kräcker

Dabei sind die Kräcker in diesem Rezept bewusst sehr grob gehalten.  

Aber ob die Kräcker grob oder fein werden, hängt ja ganz einfach vom Vermahlungsgrad ab. 

Ganz viele Rohkost-Brot- oder Rohkost-Kräcker-Rezepte kannst du einfach abwandeln, d.h. gröber oder feiner machen, indem du den Buchweizen, den Leinsamen, die Mandeln, Nüsse oder Kerne entsprechend kürzere oder längere Zeit vermahlst. 

Dabei wirst du dann häufig auch  die Flüssigkeitszugabe etwas justieren müssen. 

Da dieser Teig wie erwähnt sehr grob gehalten ist, habe ich auch zwei Datteln mit dem Gemüse mitpüriert, die den Teig “zusammenkleben” und sich außerdem zu den bitteren Wildkräutern auch geschmacklich hervorragend machen. 

Grober Rohkost-Teig bröckelt leicht 

Und man sollte aufpassen, dass der Teig nicht zu grob wird, denn dann bindet er schlecht und das fertige Resultat wird bröckelig. 

Sollte dein Rohkost-Kräcker-Teig zu grob geworden sein, dann gib entweder noch etwas fein gemahlenes Leinsamenmehl hinzu oder ½ Teelöffel Flohsamenschalen. Dieses solltest du dann sehr gründlich einmischen bzw. einkneten. 

Manchmal fehlt bei bröckeligem Teig auch einfach nur Wasser – oder der Teig wurde noch nicht richtig geknetet.  

Küchenmaschine oder Mixer? 

Für feine Kräcker, Brote und Brötchen benutze ich gerne meinen Hochleistungsmixer, um Buchweizen & Co zu Mehl zu mahlen. 

Dagegen habe ich aber festgestellt, dass ich für gröbere Kräcker und anderes gröberes rohköstliches Backwerk ein gleichmäßigeres Resultat hinbekomme, wenn ich die Küchenmaschine mit dem S-Messer zum Schroten verwende. 

Deshalb habe ich für diese groben Rohkost-Kräcker die Küchenmaschine mit dem S-Messer verwendet. 

Das Pürieren des Gemüses funktioniert bei mir sowohl im Hochleistungsmixer als auch in der Küchenmaschine, so dass man in jedem Fall nur ein Gerät abzuspülen braucht. 

Dabei das Mehl zuerst mahlen, dann erst das Gemüse pürieren 🙂 

Gemüse in Kräckern 

Ich habe für dieses Rezept Zwiebeln, Karotte und etwas Sellerie verwendet, also heimische Zutaten. 

Aber wenn andere Gemüse Saison haben, benutze ich auch gerne Tomaten, Zucchini und Paprika. 

Rote Zwiebeln 

Nur ganz kurz mitpürierte rote Zwiebeln ergeben, besonders zusammen mit den grünen Kräutern, ein schönes Farbenspiel. 

Wenn du keine roten Zwiebeln zur Hand hast, kannst du selbstverständlich auch gewöhnliche Zwiebeln verwenden. 

Diese kannst du dann auch einfach mit dem anderen Gemüse zusammen pürieren. 

 

Rohkostkräcker grobe Kräcker mit Wildkräutern

Diese Rohkostkräcker sind recht grobe, dicke Kräcker mit vielen feingehackten Wildkräutern – sehr lecker 🙂 


Gekeimter Buchweizen 

Wenn du für Rohkost-Kräcker, -Brötchen oder -Brote Buchweizen verwendet, sollte dieser unbedingt vorher gekeimt werden. 

Hier findest du eine Keimanleitung für Buchweizen

Das Keimen von Buchweizen ist wirklich nur ein minimaler Aufwand, dauert aber ungefähr 1-1½ Tage. 

Wenn deine Küchenmaschine bzw. dein Mixer den frisch gekeimten, noch etwas feuchten Buchweizen verarbeiten kann, kannst du diesen frisch gekeimten Buchweizen direkt so verwenden. 

Andernfalls muss der Buchweizen flach ausgebreitet an einem warmen Plätzchen oder im Dörrautomat etwas angetrocknet werden. 

Du kannst selbstverständlich für deine Rohkost-Kräcker auch gekeimten Buchweizen verwenden, den du wieder getrocknet und damit haltbar gemacht hast. 

Auch in diesem Artikel über die Herstellung von Rohkost-Brötchen-Teig findest du die Zubereitung von rohköstlichem Brot-/Brötchen/Kräcker-Teig nochmal beschrieben. 

Zutaten 

400 g gekeimter Buchweizen 
100 g Leinsamen 
2 gehäufte EL Kürbiskerne (optional) 
200 g Gemüse (120 g rote Zwiebeln, 1 Karotte, 1 kleines Stück Sellerie) 
2 feingehackte Datteln 
1/4 l Wasser
Kurkuma/Pfeffer (optional) 
1-2 Handvoll feingehackte Kräuter nach Geschmack (z.B. Löwenzahn, Giersch, Petersilie, Selleriegrün) 

Zubereitung 

Buchweizen, Leinsamen und die optionalen Kürbiskerne in der Küchenmaschine zu einer Art grobem Mehl vermahlen. Dabei können ruhig ein paar Buchweizen- und Leinsamenkerne noch ganz bleiben. 

Ich mahle die in diesem Kräcker-Rezept angegebene Menge in zwei Portionen und gebe dann das grobe Mehl in eine größere Schüssel.

Nun die Karotte, das Stück  Sellerie, die feingehackten Datteln, den Kurkuma und den Pfeffer zusammen mit dem größten Teil des Wassers in der Küchenmaschine pürieren. Auch hier darf das Resultat gerne noch kleine Gemüsestückchen enthalten. 

Die roten Zwiebeln grob in Stücke schneiden und ganz kurz (eventuell nur wenige Sekunden) mit dem übrigen Gemüse mitmixen. Die Zwiebel sollte in diesem Fall nicht zu Püree werden. 

Gib nun die Gemüsemischung in die Mehlschüssel und stelle – zunächst mit einem Löffel, dann mit den Händen – den Kräckerteig her. 

Gib bei Bedarf mehr Wasser hinzu. 

Lass nun das Ganze etwas ruhen, damit der Leinsamen im Kräckerteig quellen kann und der Teig besser bindet. 

Währenddessen kannst du die Kräuter fein hacken und sie schließlich in den Rohkost-Kräcker-Teig einkneten.

Bereite nun eine entsprechende Anzahl Backbleche oder Dörrbleche mit ganz leicht eingeöltem Backpapier vor oder bereite die entsprechende Anzahl Dörrfolien vor.

Streiche den Kräcker-Teig ungefähr ½ cm dick darauf aus. Ich benutze dazu ein großes, feuchtes Messer.

Erzeuge vor dem Trocken mit dem Messer ein Muster an “Sollbruchstellen”, in dem ausgestrichenen Rohkost-Teig.

Die Trockendauer ist von Gerät zu Gerät und  je nach Feuchtigkeitsgehalt und “Dicke” des Trockenguts unterschiedlich. 

roh-vegane Kräcker Buchweizen Leinsamen glutenfrei

Diese roh-veganen Kräcker sind aus Buchweizen und Leinsamen und daher glutenfrei. In einem meiner nächsten Beiträge zeige ich dir, wie ich sie serviere.