Bunte Eier gehören zu Ostern einfach dazu! 

Eier färben macht richtig Spaß, und so ein Teller mit bunten Ostereiern erfreut Herz und Seele! 

Diese roh-veganen Ostereier sind aus Erdmandeln und Buchweizen. Wenn du die Walnüsse in dem Rezept weglässt und durch etwas mehr Ermandeln und/oder Buchweizen ersetzt, sind die Ostereier auch für Nussallergiker und Mandelallergiker geeignet. Glutenfrei und laktosefrei sind sie sowieso. 

Falls du keine Erdmandeln vorrätig hast, kannst du für dieses Rezept natürlich auch Mandeln verwenden. 

Ich habe in diese Ostereier gekeimten, getrockneten Buchweizen gemischt. Das gibt ihnen einen knusprigen Biss. Diese Knusprigkeit verschwindet nach ein paar Tagen, denn der Buchweizen saugt dann etwas Feuchtigkeit aus dem Erdmandelteig auf. 

Falls es schnell gehen muss und du gerade keinen gekeimten und getrockneten Buchweizen da hast, schmecken die Ostereier auch ohne Buchweizen super. Nimm dann einfach etwas mehr Erdmandel- oder auch Mandelmehl oder ersetze den Buchweizen durch etwas mehr gehackte Nüsse. 

Ach ja, und natürlich brauchst du die Ostereier nicht unbedingt zu färben. Sie schmecken auch so 🙂  

Farben brauchen Vorlaufzeit

Für die Farben habe ich Kokosmehl mit etwas Rote Bete-Saft, Kurkuma bzw. Palmkohl und ein ganz klein bisschen Wasser gut verrührt. Diese Mischung wird dann klumpig und muss deshalb wieder trocknen und mit den Händen zerrieben werden. Es empfiehlt sich daher, die Farben am Tag vor der Zubereitung der rohen Ostereier herzustellen, damit sie trocknen können. 

Im trockenen Zustand lassen sie sich aber gut aufbewahren, so dass du mehrere Male mit ihnen Rohkost-Ostereier färben kannst. auf. Bewahre die Farben kühl und vor allem trocken auf. 

Alternativ zu Palmkohl kannst du für das “Grün” auch 2-3 TL Weizengrassaft oder eine Prise Chlorella mit dem Kokosmehl vermischen. 

Allerdings entfaltet schon eine geringe Menge Chlorella einen starken Eigengeschmack, den wohl nicht jeder in Kombination mit süßen Eiern mag. Auch Kurkuma hat etwas Eigengeschmack, während Rote Bete und Palmkohl- oder Weizengrassaft zumindest nach meinem Geschmack relativ neutral schmecken. 

Das genaue Rezept für die Ostereier-Farben findest du weiter unten in diesem Ostereier-Beitrag. 

Konsistenz des Erdmandel-Teigs

Es ist wichtig, dass dein Teig nicht zu fest und nicht zu feucht und klebrig ist.

Ein zu fester Teig schmeckt nicht so gut, mit einem zu klebrigen, feuchten Teig kannst du keine schönen Ostereier formen. 

Sei daher zunächst lieber etwas sparsam bei der Zugabe des Zitronen- und Orangensaftes. Du kannst bei Bedarf schnell noch ein bisschen mehr Flüssigkeit hineinkneten. 

Außerdem solltest du ein bisschen zusätzliches Erdmandelmehl – oder Mandelmehl oder was immer du verwenden möchtest – vorrätig haben, damit du bei Bedarf den Teig fester machen kannst. 

Hier findest du auch ein Grundrezept mit einer genauen Anleitung für die Herstellung von Rohkost-Mandelteig

Bunte, roh-vegane Ostereier an Ostern in The Raw Kitchen.

Es ist Ostern in The Raw Kitchen. Bunte roh-vegane Ostereier dürfen da nicht fehlen!

Zutaten 

Für die Ostereier

100 g gemahlene Erdmandeln 
8 Datteln (ungefähr 150 g) 
2 EL Zitronensaft
4 EL Orangensaft
1 TL Abrieb einer Orangenschale 
etwas gemahlene Bio-Vanille
50 g Walnüsse
5 EL gekeimter, getrockneter Buchweizen 

Für die Farben 

3 x 1 gestrichener EL Kokosmehl
1 gute Prise Kurkuma
2-3 gehäufte EL feingehackter Palmkohl (alternativ 1/4 gestrichener TL Chlorella) 
3 TL Rote Bete Saft 
1 gestrichener EL Kakao 
1 gestrichener EL Kokosmehl 

Zubereitung

Farben 

Stelle die Farben bereits einen oder mehrere Tage vorher her, damit sie vor Gebrauch gut durchtrocknen können. 

Vermische für Gelb einen gestrichenen EL Kokosmehl mit dem Kurkuma, gib ungefähr 1 TL Wasser dazu und vermische es gut. 

Verwende für das Grün 2 gehäufte EL sehr feingehackten Palmkohl, dem du eine Prise Steinsalz hinzugeben kannst. Das Salz hilft, dem Palmkohl den Saft zu entziehen. Lasse nun den Palmkohl in ungefähr 1 EL Wasser einige Zeit ziehen und presse dann mit einem Löffel den Saft aus dem Palmkohl. Dieser Saft ist dein grüner Farbstoff. Vermische ihn mit 1 gestrichenen EL Kokosmehl. 

Alternativ kannst du 3 TL Weizengrassaft verwenden – oder auch eine gute Prise Chlorella, wobei ich finde, dass Chlorella einen sehr starken Eigengeschmack hat, der nicht unbedingt zu diesen süßen Eiern passt. 

Für Rot kannst du 3 TL Rote Bete Saft mit 1 gestrichenen EL Kokosmehl vermischen. Dazu kannst du einfach etwas Rote Bete feinraspeln, ggf. einen Löffel Wasser hinzugeben und die geraspelte Rote Bete mit einem Löffel etwas auspressen.

Du hast nun drei Farben angerührt. Gegebenenfalls musst du nun mit dem Löffel die jeweilige Masse mit etwas Druck bearbeiten, damit das Kokosmehl die Flüssigkeit aufsaugen kann. 

Zerteile die gröbsten Klumpen, breite die Farben auf drei Suppentellern oder Ähnlichem aus und stelle sie zum Trocknen an einen warmen Platz. 

Vor ihrer Anwendung am nächsten Tag oder einige Tage später zerreibst du die Farben zwischen den Händen, so dass du eine Art grobes Pulver erhältst.

Zusätzlich kannst du die rohköstlichen Ostereier natürlich auch in Kakaopulver und/oder in Kokosmehl wälzen – oder sie einfach so lassen, wie sie sind.  

Ostereier

Mahle die Erdmandeln und gebe sie in eine Schüssel. 

Hacke die Datteln fein und püriere sie mit dem Zitronensaft, dem Orangensaft, der abgeriebenen Orangenschale und der Bio-Vanille zu einer relativ homogenen Masse. Ich habe dazu den Pürierstab verwendet. 

Gib die Dattelmasse zu den Erdmandeln und verrühre die Mischung mit einem Löffel zu einer homogenen Masse. 

Gib nun die feingehackten Walnüsse und schließlich, wenn du möchtest, gemahlene, getrocknete Buchweizenkerne hinzu. 

Verarbeite das Ganze zu einem Teig, aus dem du nun kleinere Ostereier formen kannst. 

Ostereier formen 

Forme zunächst ganz normale runde Kugeln und dann erst, in einem zweiten Arbeitsschritt, aus diesen Kugeln die Eier. 

Meine ersten Ostereier sahen entweder aus wie Kartoffeln oder wie ganz komische Kegel. Es braucht also ein bisschen Übung, bis die Dinger anfangen, wie Eier auszusehen. 

Eine der Besonderheiten von Eiern ist es, dass sie in allen Richtungen gekrümmt sind. 

Ich habe nach einigem Rumprobieren herausgefunden, dass es am besten geht, wenn man die Eier mit gekrümmten Fingern rollt. Also nicht mit geraden Fingern rollen, sondern sozusagen mit den Fingern eine Art Kuhle formen. 

Ich rolle dann das Ei sozusagen in diesen beiden Kulen. 

Dabei halte ich die Hände im 90 Grad-Winkel, also die eine Hand (die untere) von mir weg, und mit der anderen Hand (der oberen) rolle ich das Ei sozusagen auf der unteren Hand zu mir hin und von mir weg. 

Der Rest ist easy: 

Nun rollst du einfach deine Ostereier vorsichtig in den bunten Farben – und genießt ihren Anblick und ihren intensiven Geschmack! 

Rohköstliche Ostern mit bunten roh-veganen Ostereiern - So geht das Ostereier formen

Rohköstliche Ostern mit diesen schönen bunten & roh-veganen Ostereiern. Und mit etwas Übung wurden meine unförmig geformten Kartoffeln und unansehnlichen Kegel doch tatsächlich noch zu Ostereiern 🙂