Couscous-Salat ist für mich seit vielen, vielen Jahren etwas ganz Besonderes – und bevor ich weiter unten gleich zum Rezept für diese Rohkost-Ausgabe des Couscous-Salats komme, möchte ich dir zunächst erzählen, warum dieser Salat gleich in mehrerer Beziehung eine ganz besondere Bedeutung für mich hat. 

Mein geliebtes Multikulti-Symbol

Vor vielen, vielen Jahren, als ich noch an einer dänischen Sprachschule Flüchtlinge und Migranten unterrichtete, habe ich mal mit meinen Schülerinnen und Schülern Couscous-Salat gegessen. Da er mir ganz toll geschmeckt hat, bekam ich dann das Rezept für das Couscous und habe seither diesen Couscous-Salat immer und immer wieder gemacht.

Und im Laufe der Zeit wurde der Couscous-Salat dann irgendwann zum Symbol. Denn ich habe immer, wenn ich ihn gegessen habe, mit sehr viel Dankbarkeit an die vielen lieben, interessanten, warmherzigen, oft aber auch unglücklichen Menschen aus aller Welt gedacht, mit denen ich viele Jahre lang so viel Zeit verbringen durfte und die mich an ihren Geschichten und Schicksalen teilhaben ließen. Tiefe Freundschaften sind aus diesen Begegnungen entstanden und ich habe in diesen Jahren so unglaublich viel über das Leben gelernt. 

Rohkost-Rezept für Couscous-Salat auf Karottenbasis. Der Couscous-Salat enthält keinen Hartweizen. Er ist glutenfrei und eine sehr leckere Alternative bei Glutenunverträglichkeit.

Dieses Rohkost-Rezept für Couscous-Salat ist auf Karottenbasis und enthält keinen Hartweizen. Der Couscous-Salat ist daher glutenfrei und eine echte, sehr leckere Alternative bei Glutenunverträglichkeit.  

DAS Gericht meiner Umstellung auf Rohkost

Ja, und dann habe ich vor gut 3 Jahren – nennen wir es mal „aus heiterem Himmel“ – von der Rohkost erfahren und innerhalb von 3 Tagen auf zunächst 50-70 Prozent Rohkost umgestellt

3 Tage Vorbereitungszeit – das ist wahrlich nicht viel, wenn man kaum eine Ahnung hat. Natürlich fehlte mir das Wissen und es fehlten mir Rezepte. Ich wusste schon, dass Couscous aus Hartweizen besteht, nicht glutenfrei ist und auch nicht roh.

Aber immerhin: Man kann tonnenweise Gemüse, grünen Salat und Wildkräuter in einen Couscous-Salat hineinschnippeln.

Also habe ich das halt getan: In den ersten Monaten gab es – eigentlich täglich – eine Riesenmenge Couscous-Salat mit unglaublichen Mengen an Gemüse, Salat und Wildkräutern drin – und mit Zitrone und Tomatenmark – ja … 

Also ist Couscous-Salat für mich auch das Gericht, das in den Zeiten meiner Umstellung auf Rohkost mein fester Begleiter war.  

Und ich schreibe das hier auch, um dich zu ermutigen, einfach anzufangen und mehr Rohkost zu essen. Es braucht nicht gleich alles hundertprozentig zu sein! Mache den ersten Schritt, dann irgendwann den zweiten … und den dritten … in deinem eigenen Tempo! 

Ja, irgendwann, mit steigendem Rohkost-Anteil und wachsendem Wissen über gesunde Ernährung, habe ich dann nur noch selten Couscous gegessen … und schließlich dann praktisch gar nicht mehr. 

Aber dieses Gericht hat mir gefehlt – und irgendwann habe ich es dann mal mit Blumenkohl-Couscous versucht.

Geschmeckt hat´s mir aber nicht. Der Blumenkohl-Geschmack passte so gar nicht in „mein“ Couscous. Damals kriegte ich vielleicht auch noch keine so guten Rohkostgerichte hin …

Aber Karotten sind kein Blumenkohl.

Karotten passen sehr gut zu dieser scharfen, zwiebeligen Tomaten-Sampfe mit dem knackigen Gemüse – zu dieser Kombination, die mein Couscous ausmacht.

Also gibt´s jetzt wieder Couscous-Salat – und ich bin glücklich 🙂 

Rohkost-Couscous-Salat auf Karottenbasis - enthält keinen Hartweizengries und ist daher glutenfrei.

Dieser glutenfreie Rohkost-Couscous-Salat ist auf Karottenbasis. Er gehört zu meinen absoluten Lieblings-Rohkostsalaten 🙂  

Zutaten

Karottenreis

500 g Karotten
½ geschälte und in kleine Stücke geschnittene Zitrone

Tomatensoße

12 getrocknete Tomaten (gerne ½ Stunde eingeweicht)
1 rote Paprika
3 frische Tomaten
2 dünne Scheibchen sehr feingehackten Ingwer
2 feingehackte Knoblauchzehen
scharfes Paprikapulver (oder edelsüßes Paprikapulver und feingehackten Chili nach Geschmack)

Einlage

½ Gurke – in Würfel geschnitten
1 rote Paprika – in kleine Stücke geschnitten
3-4 gehäufte EL gehackte Zwiebel (rote Zwiebeln – falls vorhanden)
2 Händevoll Salatblätter (ein Teil davon kann auch Löwenzahnblätter sein)
2-3 in Scheiben geschnittene Cherrytomaten
feingehackte Petersilie nach Geschmack
2 EL Olivenöl

Deko

z.B. Salatblätter, Paprikaringe, Zwiebelringe, Petersilie, Tomatenscheiben

Zubereitung

Tomatensoße

Die eingeweichten getrockneten Tomaten gut abtropfen lassen und mit dem Messer feinhacken. Notfalls geht´s auch ohne Einweichen.

Die feingehackten getrockneten Tomaten zusammen mit der in mixergerechte Stücke geschnittenen roten Paprika und den ebenfalls in mixergerechte Stücke geschnittenen frischen Tomaten und den Gewürzen (Ingwer, Knoblauch, scharfes Paprikapulver) zu einer Tomatensoße mixen, die nicht homogen sein soll, sondern bei der durchaus noch viele einzelne Stückchen zu sehen sein sollen.

In eine Schüssel geben und ziehen lassen. 

Karottenreis

Nun in der Küchenmaschine mit dem S-Messer aus den Karotten und der in feine Würfel geschnittenen, geschälten Zitrone einen Karottenreis herstellen.

Wie genau du dabei vorgehst, erfährst du in diesem Blogbeitrag über Karottenreis.

Mache den Karottenreis für das Couscous auf keinen Fall zu grob. Das Original-Couscous hat eine weiche Konsistenz, und ich finde, dass auch dieses rohköstliche Couscous besser schmeckt, wenn der Karottenreis sehr feinkörnig ist, denn dann tritt zum einen etwas Saft aus den Karotten aus, zum anderen wird er weicher.

Vermische nun mit einem Löffel Karottenreis und die Tomatensoße.

Einlage

Gib nun gewürfelte Gurke, in Stücke geschnittene rote Paprika und feingehackte Zwiebel hinzu.

Schneide den Salat in etwa ½ cm breite Streifen, falls du auch Wildkräuter benutzt, schneide auch diese in dünne Streifen – und gib auch dies in den Couscous-Salat.

Wenn du Petersilie zur Hand hast, hacke sie klein und gib sie zusammen mit etwa 2 EL Olivenöl über den Salat.

Rühre nun mit einem Löffel um und schmecke ab. 

Deko 

Ganz zum Schluss, bevor du den Salat anrichtest, kannst du noch ein paar in Scheiben geschnittene Cherrytomaten in den Salat mischen oder den Salat damit dekorieren.

Iss den Salat aus einer Schüssel oder richte ihn auf Salatblättern an und dekoriere beispielsweise mit Paprika- und Zwiebelringen.

Der Couscous-Salat darf wie gesagt gerne scharf, tomatig und zwiebelig schmecken und eine zwar dicke, aber auch eine weiche Konsistenz haben. 

So soll er sein, der Couscous-Salat! Intensiver, herrlicher Tomatengeschmack, pikante Schärfe und knackige Frische von Zwiebel, Gurke, Salat und Paprika.

So soll er sein, der Couscous-Salat! Ein intensiver, herrlicher Tomatengeschmack, der sich mit einer pikanten Schärfe und der knackigen Frische von Zwiebel, Gurke, Salat und Paprika paart 🙂