Halloween – der “All Hallows Evening” – der Abend Aller Heiligen – hat sehr alte Wurzeln. Wurzeln, die viel, viel weiter in die Vergangenheit zurückreichen als das kommerzialisierte Halloween, wie wir es heute aus den USA kennen.

An Halloween begegnen sich die Welt der Lebendigen und die Totenwelt …

In Irland gab es der Sage nach einen gewissen Jack O´ Lantern, dem der Teufel eine ausgehöhlte, mit glühender Kohle gefüllte Rübe gab, damit er sich in der dunklen Welt zurechtfand. Als die Iren dann nach Amerika auswanderten, gab es dort aber sehr viel mehr Kürbisse als Rüben …

Und die farbenprächtigen Hokkaidos passen so gut zur Herbstfärbung in der Natur!

Aber nun zur Rohkost-Torte. Sie besteht aus einem dunklen Boden, einer gelb-orangen Creme, einem Spinnenmuster, dem roten Blut und Deko.

Für den Boden benutze ich die Küchenmaschine mit dem S-Messer, für die Creme, das “Blut” und die Glasur den Hochleistungsmixer.

Ich benutze oft keine Springform, sondern kleine Tortenringe mit einem Durchmesser von 10 cm. Dieses Rezept reicht für etwa zwei solcher Törtchen.

Praktischer Tipp

Die Torte selbst kannst du bereits 1-2 Tage vor dem Verzehr zubereiten. Mir schmeckt sie sowieso am besten, wenn sie 1-2 Tage durchgezogen hat.

Auch die Glasur hält sich im Kühlschrank mehrere Tage. Du kannst sie in einem zugedeckten Schälchen aufbewahren.

Dann brauchst du an dem Tag, an dem du die Halloween-Torte genießen oder verschenken willst, nur noch das rote Fruchtmus für das Blut herstellen, das Spinnenmuster aufspritzen und die Torte garnieren.

Zutaten

Für den Boden 

150 g Haselnüsse (über Nacht einweichen)
150 g Datteln
1 kleine Orange
1 gut gehäufter EL Kakao

Für die gelbe Creme

200 g Hokkaido
5 EL Zitronensaft
100 g Cashew-Kerne (über Nacht einweichen)
6 Wild-Aprikosen (über Nacht einweichen) *
4 Datteln
1 Scheibchen Ingwer
Paprikapulver, etwas Zimt
5 EL geschmolzenes Kokosöl

* Alternativ kannst du 3 “normale” getrocknete Aprikosen oder 2-3 Datteln verwenden.

Für die Glasur (Spinnenmuster) 

8 Datteln
3 ganz leicht gehäufte EL Kakao
12 EL Wasser
7-8 EL geschmolzenes Kokosöl
Gewürze (z.B. Zimt oder Vanille – optional)

Für das rote Fruchtmus – das “Blut” 

200 g rote Früchte (z.B. 100 g rote Äpfel und 100 g gefrorene, aber aufgetaute Himbeeren)
2 Datteln
ggf. einen oder wenige EL Wasser

Für die Deko
ein Stück Hokkaido für die Hokkaido-Streifen
ein paar blaue Weintrauben
eine oder mehrere zackenförmig ausgeschnittene Orangenscheiben
½ kleiner Apfel

Zubereitung

Boden 

Die eingeweichten Haselnüsse in der Küchenmaschine mit dem S-Messer kleinhacken. Es sollte kein Mehl entstehen, sondern eine krümelige Masse. Dann die mit dem Messer kleingehackten Datteln dazugeben und weitermixen. Die kleingehackte Orange hinzugeben, ebenfalls weitermixen. Zum Schluss den Kakao hinzugeben und nochmals weitermixen.

Der Boden sollte schön saftig sein – nicht zu feucht und auch nicht zu trocken.

Sei etwas vorsichtig mit der Dosierung der Orange, sollte der Bodenteig zu trocken sein, kannst du immer noch ein paar EL Orangensaft hinzugeben.

Auch durch die Zugabe von mehr Datteln wird der Teig für den Boden saftiger und er hält besser zusammen.

Mehr Kakao oder auch irgendein Nussmehl, das du vielleicht vorrätig hast, machen den Teig fester und trockener.

Gelbe Creme

Da in der Creme nur sehr wenig Flüssigkeit ist, schneide ich, um den Mixer zu schonen, den Hokkaido ganz klein, bevor ich ihn zusammen mit dem Zitronensaft im Hochleistungsmixer ganz fein püriere.

Dann Cashews und Wild-Aprikosen zusammen mit dem Ingwer, dem Paprikapulver und dem Zimt hinzugeben und kurz weiterpürieren. Das rote Paprikapulver intensiviert die Farbe etwas, dabei sollte man aber aufpassen, dass man nicht überdosiert.

Schließlich die feingehackten Datteln dazugeben und wieder pürieren.

Ganz am Schluss kommt noch das geschmolzene Kokosöl hinzu.

Glasur

Für dieses Rezept benötigst du nur wenig Glasur. Aber damit der Hochleistungsmixer oder Pürierstab nicht “leer läuft”, wirst du aus technischen Gründen eine Mindestmenge herstellen müssen. Kein Problem, die Glasur hält sich im Kühlschrank tagelang, und du kannst sie auch anderweitig verwenden, z.B. mit Mandelmus verrührt als Aufstrich oder in Mandelmilch eingerührt.

Die feingehackten Datteln mit etwa der Hälfte des Wassers im Hochleistungsmixer pürieren. Löffelweise bei Bedarf mehr Wasser hinzugeben und dabei aufpassen, dass die Masse nicht zu flüssig wird.

Dann Kakaopulver hinzugeben und kurz mitpürieren. Optional kann die Glasur mit Zimt oder Vanille gewürzt werden.

Am Schluss das geschmolzene Kokosöl dazugeben und die Masse glatt pürieren.

Rotes Fruchtmus 

Falls du eingefrorene Früchte verwendest, sollten diese vor der Zubereitung fast oder ganz aufgetaut sein, da es ansonsten schwer ist, die Konsistenz des Muses zu kontrollieren, d.h. das Mus wird eventuell zu flüssig, wenn die Früchte dann ganz aufgetaut sind.

Früchte fein pürieren, fein gehackte Datteln dazugeben.

Falls nötig, kannst du löffelweise etwas Wasser in das Fruchtmus geben.

Zusammensetzen der rohköstlichen Halloween-Torte 

Drücke den Boden in den Ring einer Springform oder einer Törtchenform (ergibt zwei kleine Törtchenformen) und verteile darauf die gelbe Creme. Dabei sollte die Cremeschicht mindestens 2½-3 mal so dick sein wie der Boden. Die Creme dann mit einem feuchten, immer wieder gesäuberten Messer glattstreichen.

Mit dem Spritzbeutel und einer kleinen Tülle oder einem Plastikbeutel, in den du eine kleine Öffnung schneidest, spritzt du ein Spinnenmuster auf die Torte.

Dann auf der Torte und auf dem Teller Blutflecken verteilen und einen Teil des Tellers mit der roten Soße bedecken. Den Rest des Fruchtmuses in einem kleinen Kännchen oder Schälchen getrennt servieren. Es ist recht süß und passt deshalb gut zu der nur wenig gesüßten gelben Creme.

Deko 

Eventuell auch auf dem Teller noch Spinnennetz aufspritzen und den Teller dekorieren.

Ich habe als Deko verwendet:

ein paar wenige breite Bandnudeln aus Hokkaido-Kürbis, in Zitrone mariniert, die einen kräftigen orangen Farbklecks auf dem Teller ergeben
blaue Trauben
½ kleinen Apfel
zackenförmig ausgeschnittene Orangenscheibe, auf der eine Spinne sitzt.

Für die Spinne bzw. Spinnen die Reste des Tortenbodens zu kleinen, länglichen Bällchen formen. Dort wo die Spinne sitzen soll, mit dem Spritzbeutel 8 (!) lange, ggf. gekrümmte Beine aufspritzen, Spinne daraufsetzen und vorne als Kopf eine Traube davorsetzen.

Du kannst auch eine Spinne direkt auf die Torte draufsetzen.

HAPPY HALLOWEEN 🙂